Die Naturtherapie Weiterbildung ist der nächste konsequente Schritt nach der Naturcoaching Ausbildung. Sie richtet sich an Menschen, die bereits gelernt haben, Resonanzräume in der Natur zu öffnen und Prozesse achtsam zu begleiten – und die nun tiefer verstehen möchten, was in intensiven inneren Bewegungen, Krisen und Wandlungsphasen geschieht.
Die Weiterbildung baut auf der Haltung, Erfahrung und Praxis des Naturcoachings auf. Sie erweitert diese um therapeutische Perspektiven, traumasensible Prozessarbeit und ein vertieftes Verständnis von innerer Dynamik. Die Natur bleibt dabei Erfahrungsraum und Beziehungspartner, wird jedoch bewusster in therapeutische Prozesse eingebunden.
Auch dieses Curriculum folgt keiner technischen Logik, sondern einer inneren Entwicklungslinie. Es geht weniger um Methoden und mehr um Sicherheit, Präsenz und Verantwortlichkeit im Begleiten.
Die Teilnahme an der Naturtherapie Weiterbildung setzt eine abgeschlossene Naturcoaching Ausbildung voraus. Die dort erworbenen Fähigkeiten – Raumhalten, Wahrnehmung, Resonanzarbeit und Selbstreflexion – bilden die Grundlage für die therapeutische Vertiefung.
Naturtherapie arbeitet mit Prozessen, die mehr Stabilität und Feinfühligkeit erfordern. Ohne die Erfahrung aus dem Naturcoaching wäre diese Arbeit weder fachlich noch ethisch sinnvoll.
Die Naturtherapie Weiterbildung besteht aus:
Die Module bauen nicht nur inhaltlich aufeinander auf, sondern folgen einer natürlichen Vertiefungsbewegung: von Stabilisierung über innere Begegnung hin zu Integration und professioneller Verortung.
Ziel:
Erweiterung der Perspektive von individueller Begleitung hin zu systemischen Zusammenhängen.
Erfahrung:
Erleben lebendiger Systeme in der Natur, Arbeit mit Chaos, Ordnung und Verbundenheit.
Entwicklung:
Ein erstes ökosystemisches Verständnis von Naturtherapie entsteht.
Inhalt:
Das erste Modul der Naturtherapie Ausbildung knüpft an die Erfahrungen aus der Naturcoaching-Ausbildung an und öffnet den Blick für größere Zusammenhänge. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Mensch, Umwelt und System. Die Natur wird zum Erfahrungsraum für Selbstorganisation, Entwicklung und die Dynamik von Freiheit und Verbundenheit.
Ziel:
Ein sicherer Umgang mit traumatischen Prozessen im Naturraum.
Erfahrung:
Achtsame Annäherung an innere Wunden, Regulation über Körper, Natur und Beziehung.
Entwicklung:
Vertiefte Präsenz und Stabilität in sensiblen Begleitprozessen.
Inhalt:
Dieses Modul widmet sich der Traumatherapie in der Natur und dem alten Verständnis, dass Wunden Teil menschlicher Entwicklung sind. Natur bietet einen geschützten Raum, in dem nonverbale Zugänge, Regulation und Selbstkontakt möglich werden. Im Mittelpunkt stehen Sicherheit, Langsamkeit und das Halten von Prozessen, ohne sie zu drängen. Die Gruppe bildet einen tragenden Rahmen, in dem Heilung behutsam geschehen darf.
Ziel:
Einen bewussten und tragfähigen Umgang mit Schattenanteilen entwickeln.
Erfahrung:
Begegnung mit verdrängten Anteilen über Natur, Dunkelheit und symbolische Prozesse.
Entwicklung:
Mehr innere Integration, Selbstannahme und Handlungsspielraum.
Inhalt:
Dieses Modul widmet sich der Schattenarbeit als zentralem Bestandteil der Naturtherapie. In geschützten Natur- und Dunkelräumen werden verborgene Anteile erfahrbar gemacht und behutsam integriert. Höhlen, Nachtlandschaften und Rituale unterstützen den Kontakt mit dem Unbewussten. Ziel ist innere Versöhnung und die Rückgewinnung gebundener Kraft.
Ziel:
Eine tragfähige Beziehung zu Sinn, Sein und Endlichkeit entwickeln.
Erfahrung:
Kontemplative Naturerfahrungen, Rituale und Arbeit mit Vergänglichkeit.
Entwicklung:
Innere Klarheit, Annahme und ein vertieftes Verständnis von Dasein.
Inhalt:
Dieses Modul widmet sich existenziellen Fragen nach Sinn, Sein und Endlichkeit. Die Natur eröffnet Erfahrungsräume, in denen Sinn nicht gesucht, sondern erlebt wird. Achtsame Präsenz, Rituale und die Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit vertiefen den Kontakt zum eigenen Dasein. Die Landschaft unterstützt dabei, Einfachheit, Weite und Zugehörigkeit unmittelbar zu erfahren.
Ziel:
Den Einfluss kollektiver, transpersonaler und ökosystemischer Felder verstehen.
Erfahrung:
Mythische Prozesse, Arbeit mit Ahnen, Archetypen und kollektiven Themen.
Entwicklung:
Ein erweitertes Verständnis von Menschsein im größeren Zusammenhang.
Inhalt:
Dieses Modul führt über die persönliche Ebene hinaus und öffnet einen transpersonalen Erfahrungsraum. Natur wird hier als Träger kollektiver Erinnerungen, archetypischer Muster und größerer Zusammenhänge erlebt. In Ritualen, Mythenspielen und erfahrungsorientierter Arbeit wird sichtbar, wie individuelle Prozesse mit Ahnenlinien, kollektiven Traumata und universellen Bewegungen verwoben sind. Die Flusslandschaft unterstützt das Erleben von Wandel, Verbundenheit und Weite.
Ziel:
Die eigene Identität klären und authentisches Sein verkörpern.
Erfahrung:
Integration der Ausbildung, mythologische Arbeit, Abschlussprozesse.
Entwicklung:
Klarheit über den eigenen Weg und die eigene therapeutische Haltung.
Inhalt:
Dieses letzte Modul bündelt die Erfahrungen der gesamten Naturtherapie Ausbildung. Es geht um Integration, Rückblick und den Übergang in eine eigenständige Praxis. Mythologische Motive wie Narziss und Echo dienen als Spiegel für Selbstwahrnehmung und Beziehung. In der Rückkehr an den Ausgangsort entsteht Raum, das Erlebte zu ordnen, Verantwortung zu übernehmen und den eigenen Platz im Gefüge von Natur, Gemeinschaft und Beruf klar zu erkennen.
Nach Abschluss der Naturtherapie Weiterbildung:
Die Naturtherapie Weiterbildung arbeitet mit:
Nach Abschluss des Curriculums erhältst du ein Zertifikat für die absolvierte Naturtherapie Weiterbildung auf Basis der Naturcoaching Ausbildung mit dem Titel „Psychologischer Berater für Naturtherapie/ Naturtherapeut“