VOM NATURCOACHING ZUR NATURTHERAPIE
Warum die Naturtherapie-Ausbildung der nächste Schritt ist
Warum die Naturtherapie-Ausbildung der nächste Schritt ist
Wer bereits im Naturcoaching arbeitet, macht regelmäßig die Erfahrung, dass Menschen in ihren Anliegen oft tiefer berührt werden, als es ein reines Coaching-Setting erwarten lässt. Viele Themen öffnen sich erst im Kontakt mit Naturphänomenen: alte Muster, ungelöste Konflikte, emotionale Blockaden, aber auch neue Zugänge zu Sinn, Beziehung und Selbstwahrnehmung.
Die Naturtherapie-Weiterbildung setzt dort an, wo Coaching an seine Grenzen stößt und eine vertiefte Begleitung notwendig wird – allerdings nicht als psychotherapeutisches Verfahren, sondern als eine Weiterentwicklung jener Ansätze, auf denen das Naturcoaching bereits aufbaut.
Die Naturtherapie geht nicht davon aus, dass Menschen repariert werden müssen. Sie geht davon aus, dass sie sich entfalten wollen – und dass diese Entfaltung leichter gelingt, wenn ein achtsamer, schlichter und gleichzeitig klarer Rahmen vorhanden ist. Die Natur wird dabei nicht nur Resonanzraum, sondern ein verlässlicher Beziehungspartner, der Prozesse sichtbar macht und Orientierung ermöglicht.
Die Weiterbildung führt dich einen Schritt weiter hinein in das, was dein Gegenüber wirklich bewegt. Während du im Naturcoaching Menschen vor allem begleitest, erweiterst du in der Naturtherapie deine Fähigkeit, innere Bewegungen sowie natürliche Grundprinzipien zu erkennen, zu verstehen und in einen größeren Zusammenhang zu stellen.
Hier geht es nicht darum, Diagnosen zu stellen oder Probleme zu analysieren, sondern darum, zu verstehen, wie psychische Prozesse entstehen, warum manche Muster sich wiederholen und wie der Körper und sein Nervensystem auf Belastungen reagiert. Das geschieht auf Grundlage der humanistischen und transpersonalen Psychologie, der Phänomenologie, der Ökopsychologie und der systemischen Perspektive.
Der Mensch wird als Ganzes betrachtet: körperlich, emotional, sozial, ökologisch, biografisch und im Kontext seiner Lebenssituation.
In der Naturtherapie erweitert sich das Verständnis von Natur. Sie tritt noch mehr in Beziehung mit dem Menschen. Noch deutlicher werden die Verbindungen, aber auch die Abhängigkeiten von allem was lebt. Wir können uns so gar nicht mehr einsam fühlen, gehen aber auch eine Verantwortung ein, für uns selbst und für diesen Planeten. Das bedeutet:
Viele Teilnehmende beschreiben, dass sich in dieser Art der Begleitung eine besondere Tiefe öffnet – eine Verbindung, die sie im Alltag oft vermisst haben. Genau deshalb ist die Weiterbildung nur sinnvoll, wenn bereits Erfahrung mit Naturcoaching besteht.
Naturtherapie heißt nicht, Krankheiten zu behandeln. Es bedeutet, jene inneren Bewegungen zu begleiten, die entstehen, wenn Menschen sich ihren Themen wirklich zuwenden. Das umfasst unter anderem:
Die Weiterbildung vermittelt, wie du solche Prozesse sicher begleiten kannst – mit Klarheit, mit Ruhe und mit dem Verständnis, dass Entwicklung nicht gemacht wird, sondern aus einem „liebevollen Wildsein“ entsteht.
Die Naturtherapie-Weiterbildung benötigt eine stabile innere Haltung, geht sie doch oft auch mal an innere und äußere Grenzen, die ungemütlich werden können. Resonanz, Präsenz, Selbstwahrnehmung, Umgang mit eigenen Themen – all das sollte bereits geübt sein, bevor wir Menschen auf einer tieferen Ebene durch langfristige Prozesse begleiten. Die Naturcoaching-Ausbildung legt hierfür das Fundament:
Die Weiterbildung baut darauf auf und erweitert diese Fähigkeiten um ein tieferes Verständnis psychischer Prozesse – ohne die Leichtigkeit und Lebendigkeit der Naturbegleitung zu verlieren.
Die Naturtherapie-Weiterbildung eignet sich für Menschen, die bereits begleiten und ihre Kompetenz vertiefen möchten – im Coaching, in Beratungssituationen, in pädagogischen Kontexten oder in Übergangsphasen ihres beruflichen Weges.
Typische Zielgruppen der Teilnehmenden sind:
Viele arbeiten anschließend selbstständig, manche integrieren Naturtherapie in bestehende Praxisfelder, andere finden über diese Weiterbildung überhaupt erst einen neuen beruflichen Weg.
Aber wie sehen die beruflichen Chancen aus? Nun, da muss ich ehrlich sein, Naturtherapie findet noch nicht den Anklang, den sie verdient hat – dafür ist sie noch einfach zu unbekannt. Mut macht, dass im Ausland Naturtherapie durchaus Einzug in verschiedene Kliniken gehalten hat. Im Moment arbeiten wir mit verschiedenen Gruppen daran, Naturtherapie „salonfähig“ zu machen, nehmen an Studien teil und mit der Aufnahme von „Waldbaden“ als Standard in psychosomatischen Kliniken sehen wir positiv in die Zukunft.
Aktuell bleibt aber Naturtherapie ein Luxus für Selbstzahler. Je nach Vorbildung kannst Du aber mit Menschen störungsbezogen arbeiten (Dafür musst du jedoch Psychologischer Psychotherapeut oder HP Psych sein), zumindest jedoch die Menschen dort abholen, wo sie mit ihren Nöten stehen, ohne gleich eine Psychotherapie machen zu wollen, da ihre Sorgen nicht als klassische Krankheit diagnostizierbar ist, z.B. mit den Themen Hochsensibilität, Einsamkeit, Doomscrolling, Entfremdung etc. Auch ist es ein guter Weg Menschen zu begleiten und zu stabilieren, während sie auf einen Therapieplatz warten. Und natürlich alle, wie sie auch beim Naturcoaching aufgezählt sind.
Im vierten Modul der Naturcoaching-Ausbildung entsteht oft das Gefühl: „Jetzt beginnt eigentlich erst der eigentliche Weg.“ Die innere Haltung ist gereift, die Wahrnehmung hat sich geschärft, und Prozesse können sicher begleitet werden. Jetzt knüpft die Naturtherapie an, unabhängig davon, wann Du die Naturcoaching-Ausbildung gemacht hast. Sie öffnet das nächste Kapitel:
Während Naturcoaching Menschen dabei unterstützt, sich selbst zu begegnen, erweitert Naturtherapie diesen Raum — hin zu einer Begleitung, die innere Wandlung bewusst aufnimmt, hält und integriert.
Die Naturtherapie-Weiterbildung ist somit eigentlich kein neues Verfahren. Sie ist die vertiefte Form dessen, was du im Naturcoaching bereits tust: Menschen in lebendigen Prozessen begleiten, in Resonanz mit der Natur und mit einer Haltung, die Entwicklung nicht erzwingt, sondern ermöglicht.
Sie erweitert dein Verständnis, stabilisiert deine Haltung und macht deine Begleitung tiefer, klarer und verantwortungsvoller.